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Beeskow
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Beeskow , (niedersorbisch Bezkow)cite-ref-2[2]cite-ref-3[3] ist die Kreisstadt des Landkreises Oder-Spree in Brandenburg.
Contents
⢠Geografie
⢠Stadtgliederung
⢠Geschichte
⢠Eingemeindungen
⢠Politik
⢠Bßrgermeister
⢠Wappen
⢠Baudenkmale
⢠Museum
⢠Literatur
⢠Film
⢠Verkehr
⢠Medien
⢠Bildung
⢠Sport
⢠Militär
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geografie
Beeskow liegt am Ostrand der Beeskower Platte an der Spree, etwa 30 Kilometer sĂźdwestlich von Frankfurt (Oder), 45 Kilometer nordwestlich von Cottbus und 70 Kilometer sĂźdĂśstlich des Stadtzentrums von Berlin. Die Stadt grenzt im Nordosten an Ragow-Merz, im Osten an Mixdorf, im SĂźdosten an Grunow-Dammendorf, im SĂźden an Friedland, im SĂźdwesten Tauche und im Nordwesten an Rietz-Neuendorf.
Beeskow wird das âTor zur Niederlausitzâ genannt.
Stadtgliederung
⢠Bornow
⢠Kohlsdorf
⢠Krßgersdorf
⢠Neuendorf mit den Wohnplätzen Charlottenhof, Hufenfeld, Weinberge und WilhelmshÜhe
⢠Oegeln
⢠Radinkendorf mit dem Wohnplatz Radinkendorf Ausbau
⢠Schneeberg
Zur Kernstadt gehÜren die Wohnplätze Bahrensdorf, Bornower Berg, Hannemannei, Kietz und Vorheide.
Geschichte
Stadtgrßndung und Ersterwähnung
Beeskow entstand an der Stelle, wo der Fernweg von Frankfurt (Oder) nach Leipzig die Spree kreuzt. Der aus dem Sorbischen stammende Ortsname wird entweder von bez oder baz fĂźr Holunder abgeleitet, oder aber von einem Personennamen Bezek oder Bezik (von b(j)ez = âohneâ).cite-ref-6[6]
StadtgrĂźnder und erste Stadtherren waren im 13. Jahrhundert die Ritter von Strele.cite-ref-7[7] Erstmals urkundlich erwähnt wurde Beeskow im Jahr 1272, zwischen 1283 und 1285 wurden dem Ort die Stadtrechte nach Magdeburger Recht verliehen. Im Schutz der 1316 erstmals erwähnten Burg wurde die Stadt planmäĂig angelegt. Burg und Stadtmauer sind weitgehend erhalten. Seit 1375 war in Beeskow âvor dem FĂźrstenwalder Torâ ein Leprosorium nachweisbar, das St. Nikolaus geweiht war. Die dazugehĂśrige Kapelle wurde 1486 umgebaut.cite-ref-8[8] Vermutlich um 1380 wurde mit dem Bau der heutigen Stadtkirche St. Marien begonnen.
Sitz der Herrschaft Beeskow
Im 15. und 16. Jahrhundert gewann Beeskow an Bedeutung als Zollstation sowie als Zentrum der Herrschaft Beeskow, die im Mittelalter zur Niederlausitz gehĂśrte. Auch kirchlich war die Stadt nach SĂźden orientiert. Sie gehĂśrte zum Bistum MeiĂen; die Stadtpfarrei stand unter dem Patronat des Klosters Neuzelle. Im späten Mittelalter wechselten Stadt und Herrschaft mehrfach den Besitzer. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts befand sich die Herrschaft Beeskow im Besitz von Herzog Swantibor von Pommern.cite-ref-9[9] Danach gehĂśrte sie unter anderem AngehĂśrigen der Familie von Bieberstein (zuletzt 1512â1551). In den Jahren 1512 und 1513 wurden groĂe Teile der Stadt durch zwei Brände zerstĂśrt. Seit 1518 war Beeskow im Besitz der Lebuser BischĂśfe.
Nachdem die Herren von Bieberstein im Dezember 1551 ausgestorben waren, belehnte der bĂśhmische KĂśnig Ferdinand I. fĂźnf Jahre später die Markgrafen von Brandenburg mit den Herrschaften Beeskow und Storkow. Offiziell blieb Beeskow zwar bĂśhmisches Lehen und Bestandteil der Niederlausitz, es gelang den Hohenzollern in den folgenden Jahrzehnten aber, ihre neu gewonnene Herrschaft mehr und mehr von der Niederlausitz zu lĂśsen. Um 1600 war Beeskow schlieĂlich zur Gänze ein Teil Brandenburgs geworden, wenngleich die Niederlausitzer Landstände dieses Faktum noch lange nicht anerkennen wollten. Nominell blieb die bĂśhmische Oberlehensherrschaft bis 1742 bestehen, als Friedrich II. die Herrschaften aus der Lehnsherrschaft Maria Theresias loslĂśste.
Bei zwei Stadtbränden im 16. bzw. 17. Jahrhundert wurde Beeskow fast komplett vernichtet, nach dem Wiederaufbau wurde es Garnisonsstadt. Ab 1714 gab es eine Stadtschule. Vor allem durch Tuche, Leinen und Bier erlebte Beeskow im 19. Jahrhundert eine wirtschaftliche BlĂźtezeit. Im Jahr 1836 wurde Beeskow Verwaltungssitz des Landkreises Beeskow-Storkow im Regierungsbezirk Potsdam der Provinz Brandenburg. Nach der AuflĂśsung der Standesgerichtsbarkeit im Jahr 1849 wurde das kĂśnigliche Kreisgericht Beeskow fĂźr Beeskow zuständig. Im Jahr 1879 Ăźbernahm das Amtsgericht Beeskow dessen Aufgaben. Am 10. Februar 1882 wurde die Freiwillige Feuerwehr in Beeskow gegrĂźndet. Mit ErĂśffnung der Bahnstrecke KĂśnigs WusterhausenâGrunow erhielt Beeskow am 15. Mai 1888 einen Bahnhof mit Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. Es folgten die Strecken nach KĂśnigs Wusterhausen (1898), LĂźbben Ăźber die Niederlausitzer Eisenbahn (1901, stillgelegt 1996) und Bad Saarow Ăźber die Kreisbahn FĂźrstenwaldeâBeeskow (1911 bis 1998). Im Januar 1899 erfolgte die Grundsteinlegung fĂźr den Bau der neuen Garnison, in der heute das städtische Gymnasium untergebracht ist.
Seit dem 20. Jahrhundert
Am 14. September 1901 wurde das neue Kreishaus des Landkreises Beeskow-Storkow eingeweiht. Am 7. Oktober 1928 konnte nach fßnfmonatiger Bauzeit die katholische Kirche geweiht werden. In Beeskow gab es eine kleine jßdische Gemeinde (Kehillah) mit einer Synagoge, die heute als Wohnhaus dient. Ein jßdischer Friedhof aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde in der Zeit des Nationalsozialismus nicht zerstÜrt, vorhandene Grabsteine wurden in den 1980er Jahren zu einem Monument zusammengefasst. Im Jahr 2014 wurden zwei Stolpersteine verlegt, die jedoch schon am folgenden Tag entwendet wurden. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges zerstÜrte ein sowjetischer Luftangriff die Altstadt teilweise. Dem schweren Artilleriebeschuss der darauffolgenden Tage fiel u. a. die gotische Backsteinkirche St. Marien zum Opfer. Am 26. April 1945 wurde Beeskow von der Roten Armee besetzt. Nach Kriegsende wurden in der alten Garnison zunächst Heimatvertriebene untergebracht, der Schulunterricht konnte am 1. Oktober 1945 wieder aufgenommen werden.cite-ref-10[10] Die zerstÜrten Bereiche der Stadt wurden in den 1950er und 1960er Jahren zum Teil in Zeilenbauweise wiederaufgebaut.
Der Landkreis Beeskow-Storkow wurde am 1. Juli 1950 aufgelĂśst, die Stadt Beeskow gehĂśrte danach zum Landkreis FĂźrstenwalde. Bei der DDR-Kreisreform am 25. Juli 1952 wurde ein neuer Kreis Beeskow gebildet, der dem Bezirk Frankfurt (Oder) zugeordnet wurde. Das Amtsgericht Beeskow wurde 1952 in das Kreisgericht Beeskow umgewandelt. Im August 1966 nahm der VEB âSpanplattenwerkâ als grĂśĂter Arbeitgeber der Stadt den Betrieb auf. Von 1960 bis 1990 befand sich in Beeskow mit dem Institut der Zivilverteidigung der DDR die Hochschule der Zivilverteidigung.
Nach der Wende wurde die erhaltene historische Bausubstanz der Altstadt, einschlieĂlich der Marienkirche, restauriert. Der Landkreis Beeskow wurde Teil des Landes Brandenburg. Im Zuge der Gebietsreform in Brandenburg am 6. Dezember 1993 wurden die Landkreise Beeskow, EisenhĂźttenstadt und FĂźrstenwalde zum Landkreis Oder-Spree zusammengeschlossen, wobei Beeskow den Kreissitz erhielt. Die Stadt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg.
Eingemeindungen
Am 1. Juli 1908 wurden die vor der Beeskower Stadtmauer gelegenen DĂśrfer Bahrensdorf und Kietz nach Beeskow eingemeindet. Am 1. Juli 1950 wurde Neuendorf, am 1. Juli 1974 Radinkendorf in das Stadtgebiet einbezogen. Am 6. Dezember 1993 wurden die ehemaligen Gemeinden Bornow, Kohlsdorf, KrĂźgersdorf, Oegeln und Schneeberg eingemeindet.cite-ref-gemeinden1994-11-0[11]
BevĂślkerungsentwicklung
Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)cite-ref-12[12]cite-ref-13[13]cite-ref-14[14], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Die Stadtverordnetenversammlung von Beeskow besteht aus 18 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen BĂźrgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 fĂźhrte bei einer Wahlbeteiligung von 65,2 % zu folgendem Ergebnis:cite-ref-15[15]
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2019 [ 16 ] | Sitze 2019 | | Stimmenanteil 2024 | Sitze 2024 |
|---|---|---|---|---|---|
| Wir fĂźr Beeskow (BSK) | â | â | | 21,8 % | 4 |
| Die Mitte | â | â | | 19,8 % | 4 |
| CDU | 18,7 % | 3 | | 17,9 % | 3 |
| BVB/Freie Wähler Beeskow | â | â | | 10,4 % | 2 |
| SPD | 22,3 % | 4 | | 0 8,2 % | 2 |
| BĂźrgerforum Beeskow (BfB) | 20,5 % | 4 | | 0 6,9 % | 1 |
| Die Linke | 17,6 % | 3 | | 0 6,2 % | 1 |
| Einzelbewerber JĂśrg WĂźstenberg | â | â | | 0 3,9 % | 1 |
| BĂźrgervertretung Gemeinde Beeskow (BGB) | â | â | | 0 2,6 % | â |
| FDP | 0 5,3 % | 1 | | 0 1,3 % | â |
| BĂźndnis 90/Die GrĂźnen | â | â | | 0 1,1 % | â |
| Beeskow und Ortsteile im Blick | 0 8,7 % | 2 | | â | â |
| Bauern-Jäger-Angler | 0 6,9 % | 1 | | â | â |
| Insgesamt | 100 % | 18 | | 100 % | 18 |
BĂźrgermeister
Wappen
Das Wappen wurde am 15. März 1997 genehmigt.
Städtepartnerschaften
SehenswĂźrdigkeiten und Kultur
Baudenkmale
⢠Mittelalterliche Burg Beeskow, dient heute als Bildungs-, Kultur- und Musikschulzentrum des Landkreises Oder-Spree. Untergebracht in dem Burgkomplex sind unter anderem das Regionalmuseum fßr die Region Beeskow-Storkow mit Mittelaltermagazin und Folterkeller sowie wechselnde Ausstellungen, insbesondere zur Kunst in der DDR, die hier im Kunstarchiv Beeskow verwahrt werden. Darßber hinaus wurde im Mai 2018 in der Burg das zuvor in Monschau beheimatete Musikmuseum Beeskow neu erÜffnet.cite-ref-21[21]
⢠St.-Marien-Kirche, eine der grĂśĂten Kirchen der Backsteingotik in der Mark Brandenburg, wurde als vierschiffige Hallenkirche mit Umgangschor ab 1370/80 erbaut und mit Vollendung der Turmpyramide 1511 fertiggestellt. Im Jahr 1933 konnte eine umfassende Restaurierung abgeschlossen werden. Durch Artilleriebeschuss der vorrĂźckenden Roten Armee am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde am 26. April 1945 die Kirche zerstĂśrt. Der Turm stĂźrzte ein, das brennende Dach brach in das Kirchenschiff ein. Der Brand wurde noch verstärkt durch aus der PreuĂischen Staatsbibliothek in die Kirche ausgelagerte BĂźcher. Im Jahr 1949 stĂźrzten die sieben gewaltigen Chorpfeiler des Kirchenschiffs zusammen. Nach den schweren ZerstĂśrungen folgten eine Notsicherung der Reste, die Weihe des SĂźdschiffs als Notkirche und 1965 der Einbau einer Schuke-Orgel. 1976 begannen umfassende Sicherungsarbeiten an Mauerkronen und Dächern. Erst ab 1991 konnte der planvolle Wiederaufbau der Kirche erfolgen, auch mit FĂśrderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Die Westfassade wurde instand gesetzt und die sieben eingestĂźrzten Chorpfeiler wurden wieder aufgebaut. 1994 konnte das Arkadenband auf den Pfeilern geschlossen werden. Richtfest fĂźr den neuen Dachstuhl war am 23. April 1999. Ein Jahr später war das Dach fertig gedeckt. Seit dem Aufsetzen der Turmhaube am 13. April 2002 unter reger Anteilnahme der Einwohner ist das ursprĂźngliche äuĂere Aussehen von St. Marien wiederhergestellt. Alle Bereiche im Inneren sind je nach Jahreszeit nutzbar.cite-ref-22[22]
⢠Ăltestes Haus von Beeskow, erbaut um 1482, zwischen Marienkirche und Marktplatz
⢠Stadtmauer, zu weiten Teilen erhalten, mit gut erhaltenen TĂźrmen, darunter dem Luckauer Torturm, genannt âDicker Turmâ, einem Wahrzeichen der Stadt
⢠Ehemalige MÜnchsherberge unmittelbar an der Stadtmauer, war einst Unterkunft fßr wandernde MÜnche, Theodor Fontane rastete hier
⢠Fischerkiez
⢠Jßdischer Friedhof an der Kohlsdorfer Chaussee
⢠Gräber von litauischen und polnischen Zwangsarbeitern auf dem Friedhof an der Storkower StraĂe
⢠Mahnmal fĂźr die Opfer des Faschismus (seit 1969) in der BreitscheidstraĂe
⢠Ehemalige Feuerwehrfachschule âSchloss Bahrensdorfâ bestehend aus dem ehemaligen Herrenhaus (Erholungsheim), Steiger- und Feuerwachturm mit Sirene, GasĂźbungshaus und Krankenstation, Wagenhalle/Schulungsgebäude, Verwaltungs- und Wohnhaus sowie Granitpflasterung vor der Wagenhalle. Sie wurde im Juli 1927 als erste deutsche Feuerwehrschule erĂśffnet.cite-ref-23[23]
Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Beeskow und Liste der Bodendenkmale in Beeskow mit den in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmälern.
Museum
Im August 2016 erĂśffnete in Beeskow ein Musikmuseum, in dem mechanische bzw. selbstspielende Musikinstrumente ausgestellt sind. Nachdem ein Teil seiner Exponate in einer ehemaligen Kaufhallecite-ref-24[24] ausgestellt war, wurde es im Mai 2018 in die Burg Beeskow integriert.
Kulturveranstaltungen
⢠Neujahrslauf
⢠Konzertreihe St. Marien (ganzjährig)
⢠Walpurgisnacht und Hollefest
⢠Frßhlingsmarkt und Herbstmarkt
⢠Fest der Kulturen
⢠Altstadtlauf
⢠Lange Nacht
⢠Kiezer Wassersportfest
⢠Anglerfest (August)
⢠Oper Oder/Spree (August)
⢠Bauernmarkt mit Erntekronenwettbewerb (September)
⢠mittelalterlicher Wollmarkt (zweites Oktoberwochenende)
⢠Weihnachtsmarkt (November/Dezember)
Literatur
burgschreiber Jährlich wird ein Stipendium fßr Schriftsteller vergeben. Der Burgschreiber lebt ab Januar eines Jahres fßr die Zeit von fßnf Monaten auf der Burg Beeskow, um sich mit der Region und ihren Menschen zu befassen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen sowie Gelegenheit zu haben, in Ruhe zu arbeiten. Die Burgschreiber bieten Lesungen und andere Veranstaltungen fßr Gäste auf der Burg und in der Umgebung an.
Der Schriftsteller GĂźnter de Bruyn (1926â2020) wohnte in der Nähe von Beeskow und hat der Landschaft in seinem Buch Abseits. Liebeserklärung an eine Landschaft (Frankfurt 2006) ein literarisches Denkmal gesetzt.
Am 24. September 2021 hat eine fĂźnfkĂśpfige Jury entschieden, dass Mae Schwinghammer âneue:r Burgschreiber:in zu Beeskowâ wird.cite-ref-25[25] 2023 ist die Schriftstellerin und Fotografin Franziska Hauser 30. Burgschreiberin zu Beeskow.cite-ref-26[26] FĂźr das Jahr 2024 wurde Henryk Gericke aus einem Bewerberkreis von 40 ausgewählt.cite-ref-27[27]
Film
In der Nacht zum 16. Juni 2004 Ăźberfielen zwei Jugendliche aus Beeskow einen Obdachlosen, versuchten ihn auszurauben und zĂźndeten ihn an. Der Obdachlose erlitt dabei lebensgefährliche Brandverletzungen.cite-ref-28[28] Die Umstände dieser Tat wurden in dem 2008 uraufgefĂźhrten Spielfilm Weltstadt unter der Regie von Christian Klandt, der in Beeskow aufgewachsen ist, mit Florian Bartholomäi in der Hauptrolle verarbeitet. Der Film wurde zum groĂen Teil in Beeskow gedreht, auch wirkten zahlreiche Laiendarsteller aus der Stadt mit.cite-ref-29[29]
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Ăffentliche Verkehrsangebote
Beeskow liegt an der Bahnstrecke KĂśnigs WusterhausenâGrunow, auf der stĂźndlich die Regionalbahnlinie RB 36, betrieben von der Niederbarnimer Eisenbahn (NBE), von KĂśnigs Wusterhausen nach Frankfurt (Oder) verkehrt. Sie hält im Stadtgebiet am Bahnhof Beeskow und an den Haltepunkten Oegeln und Schneeberg (Mark).
Der Ăśffentliche Personennahverkehr wird unter anderem durch den PlusBus des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg erbracht. Folgende Verbindungen fĂźhren, betrieben von der Busverkehr Oder-Spree, ab Beeskow:
⢠Linie 400: Beeskow â Grunow â Schlaubetal â FĂźnfeichen â EisenhĂźttenstadt
⢠Linie 440: Beeskow â Pfaffendorf â Alt Golm â Langewahl â FĂźrstenwalde
Dazu die Linien 401, 402, 403, 405, 409, 430, 459 und 462 in die umliegenden Orte.
StraĂenanbindungen
Durch die Stadt fĂźhren die BundesstraĂen B 87 zwischen Frankfurt (Oder) und LĂźbben, die B 168 zwischen FĂźrstenwalde und Cottbus sowie die B 246 zwischen Storkow und EisenhĂźttenstadt. Weiterhin beginnen im Ort die LandesstraĂe L 422 nach Wendisch-Rietz Ăźber GĂśrsdorf und Ahrensdorf sowie die KreisstraĂe K 6715 Ăźber Kummerow und LeiĂnitz nach Sarkow. Die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen sind FĂźrstenwalde-Ost und Briesen an der A 12 BerlinâFrankfurt (Oder), beide etwa 22 km entfernt.
Medien
⢠Die Beeskower Zeitung
⢠Der OderlandSpiegel
⢠Stadtbibliothek und Stadtarchiv
⢠Kino Schukurama
Bildung
⢠Kita Benjamin Blßmchen
⢠Kita Biene Maja
⢠Kita Kiefernzwerge
⢠Kita AWO-Hort in der Grundschule an der Stadtmauer
⢠Kita Spreespatzen
⢠Fontane-Grundschule
⢠Grundschule an der Stadtmauer
⢠Albert-Schweitzer-Oberschule
⢠Rouanet-Gymnasium
⢠Volkshochschule
⢠Stiftung SPI, Jugend-Team Beeskowcite-ref-30[30]
Sport
GrĂśĂter Sportverein der Stadt ist der SV PreuĂen 90 Beeskow mit den Abteilungen FuĂball, Volleyball, Tischtennis, Tennis, Gymnastik, Badminton, Taekwondo, Drachenboot und Boxen (Stand 2017).
Der Verein Leichtathletik in Beeskow richtet diverse Sportveranstaltungen aus, so den Neujahrslauf, den Beeskower Altstadtlauf (2012 erstmals ausgetragen), das Beeskower Bahngehen und die Kinderolympiade.
Im Sport- und Freizeitzentrum am Bertholdplatz gibt es mehrere FuĂballplätze, eine 400-Meter-Rundbahn mit Tartanbelag, einen Wurfplatz, zwei Sporthallen (wovon eine rund 200 Zuschauern Platz bietet) sowie Tennis- und Beachvolleyballplätze. AuĂerdem besteht die MĂśglichkeit zum Kegeln und Bowlen.
Militär
Im Ortsteil Schneeberg befinden sich das Munitionsversorgungszentrum Ost, das Munitionslager Schneeberg der Bundeswehr sowie die Bundeswehrfeuerwehr Schneeberg. Am 23. April 1991 entstand das Luftwaffenmunitionsdepot 51 Schneeberg, das zum 1. April 2004 in Munitionsdepot Schneeberg umbenannt und zum 1. Oktober 2015 in das heutige Munitionsversorgungszentrum Ost und das Munitionslager Schneeberg aufgeteilt wurde. Die Nationale Volksarmee betrieb hier das Munitionslager 14 der Luftstreitkräfte.cite-ref-stodbbw-31-0[31]
PersĂśnlichkeiten
SĂśhne und TĂśchter der Stadt
⢠Gebhard XXV. von Alvensleben (1618â1681), Staatsmann und Historiker
⢠Gotthilf Treuer (1632â1711), Dichter
⢠Gottlieb Treuer (1657â1729), evangelischer Theologe
⢠Franz Ludwig Steinmeyer (1811â1900), evangelischer Pfarrer und Professor der Theologie
⢠Ferdinand Friedensburg (1824â1891), OberbĂźrgermeister von Breslau
⢠Gustav Schauer (1826â1902), Maler, Fotograf und Kunstverleger
⢠Carl Suck (1833â1891), Fotograf
⢠Hugo Zeye (1852â1909), Vizeadmiral der Kaiserlichen Marine
⢠Otto Hoffmann (1853â1909), Botanikercite-ref-fj001-32-0[32]
⢠Max Seiffert (1868â1948), Musikwissenschaftler, Herausgeber alter Musik
⢠Hans Sohnle (1895â1976), Filmarchitekt
⢠Walter Abraham (1896â1963), Polizeigeneral, Generalmajor der Polizei und SS-BrigadefĂźhrer im Zweiten Weltkrieg
⢠Wolfgang Vorwald (1898â1977), Generalleutnant der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg
⢠Pem, eigentlich Paul Marcus (1901â1972), Journalist und Schriftsteller
⢠Christoph Aschmoneit (1901â1984), U-Bootbauer
⢠Eberhard Storch (1905â1978), Komponist und Textdichter
⢠Elisabeth Specht (1912â2002), Pfarrerin
⢠Eberhard Freiherr von Medem (1913â1993), Verwaltungsjurist
⢠Gerhard Finke (1917â2020), Maler, Grafiker und Bildhauer
⢠Wolf-Dieter Marsch (1928â1972), evangelischer Theologe
⢠Ilse Seemann (1934â2021), Schauspielerin, HĂśrfunkmoderatorin und Autorin
⢠Renate Marsch-Potocka (* 1935), Journalistin und dpa-Korrespondentin
⢠Hans GĂźnter Wolf (1935â2020), Fallschirmspringer
⢠Otto Holzapfel (* 1941), Volkskundler und Liedforscher
⢠Hartmut BÜhme (* 1944), Kultur- und Literaturwissenschaftler
⢠Joachim Mattern (* 1948), Kanurennsportler
⢠Frank Bartz (* 1965), FuĂballspieler
⢠JĂśrg Bartz (* 1965), FuĂballspieler
⢠Dietmar Schultke (* 1967), Autor
⢠Judith Zeidler (* 1968), Ruderin, Olympiasiegerin 1988 im Achter
⢠Jana Thieme (* 1970), Ruderin, Olympiasiegerin, sechsfache Weltmeisterin
⢠Frank Steffen (* 1971), Politiker
⢠Ronny Ostwald (* 1974), Leichtathlet
⢠Sabine Rennefanz (* 1974), Journalistin und Autorin
Mit Beeskow verbundene PersĂśnlichkeiten
⢠Siegfried Wilhelm Ernst von Maltitz (1739â1808), preuĂischer Capitain und Landrat des Beeskow-Storkower Landkreises
⢠Jean Pierre BarthĂŠlemy Rouanet (1747â1837), ab 1781 Senator und später Stadtkämmerer von Beeskow, in Beeskow gestorben. Seine Tochter Therese Rouanet (1790â1867) war die Mutter von Emilie Rouanet-Kummer, der Gattin von Theodor Fontane.
⢠Michail Tuchatschewski (1893â1937), Kriegsgefangener in Beeskow während des 1. Weltkrieges.
⢠Rolf Lindemann (* 1957), Politiker (SPD), Landrat des Landkreises Oder-Spree, lebt in Beeskow
⢠Matthias Alward (* 1958), Kirchenmusiker in Beeskow seit 1981, lebt in Beeskow
⢠Uwe Reipert (* 1960), Grafiker und Heraldiker, lebt in Beeskow
⢠Christian Klandt (* 1978), Regisseur und Drehbuchautor, in Beeskow aufgewachsen
Literatur
⢠Ekkehard KrĂźger: Die Beeskower Stadtmauer â Zur Geschichte einer mittelalterlichen Wehranlage (= Beeskower Heimathefte. Heft 2). Beeskow 2000.
⢠Beeskow. Einst und Jetzt. Culturcon / Märkische Oderzeitung, 2011, ISBN 978-3-941092-72-3.
⢠Stadt Beeskow (Hrsg.): Informationsbroschßre Beeskow 2017. ohne Datumsangabe, S. 42.
⢠Martin Zeiller: Besekau. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae (= Topographia Germaniae. Band 13). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1652, S. 30 (Volltext [Wikisource]).
Weblinks
Commons
: Beeskow
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â ReisefĂźhrer
Wiktionary: Beeskow
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Offizielle Website der Stadt Beeskow
⢠Eintrag im Kommunalverzeichnis Brandenburg
⢠750 Jahre Beeskow. Die wichtigen Ereignisse. In: www.750jahre-beeskow.de. Stadt Beeskow, archiviert vom Original (nicht mehr online verfßgbar) am 28. September 2007; abgerufen am 17. Juli 2024.
Einzelnachweise
cite-note-metadaten-einwohnerzahl-de-bb-11. BevĂślkerungsstand im Land Brandenburg Dezember 2024 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen, basierend auf dem Zensus 2022) (Hilfe dazu).
cite-note-22. â www.lodka.sorben.com: Ortsnamen Niederlausitz / Wejsne mjenja Dolna ĹuĹžyca (Memento vom 2. März 2013 im Internet Archive)
cite-note-33. â Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow. ISBN 3-515-08664-1, S. 226â228
cite-note-hauptsatzung-44. â Hauptsatzung der Stadt Beeskow vom 22. April 2009. (PDF) In: daten.verwaltungsportal.de. Ehemals im Original (nicht mehr online verfĂźgbar); abgerufen am 27. März 2023.@1@2Vorlage:Toter Link/daten.verwaltungsportal.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-dienstleistungsportal-55. â Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Stadt Beeskow (Memento vom 23. Oktober 2020 im Internet Archive)
cite-note-66. â Walter Wenzel: Neue Deutungen Niederlausitzer Ortsnamen. In: LÄtopis. Band 2, 2006, S. 73â89.
cite-note-77. â Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden zur Rechts- und Verfassungsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 169â179.
cite-note-88. â siehe Ăbersicht der Gesellschaft fĂźr Leprakunde, Dokumentation: Mittelalterliche Leprosenhäuser im heutigen Brandenburg und Berlin (Memento vom 11. Oktober 2016 im Internet Archive), Die Klapper 1998, abgerufen am 11. Oktober 2016.
cite-note-99. â Ueber Herzogs Swantibor von Pommern Besitznahme der Herrschaft Beeskow in den letzten Jahren des 14. Jahrhunderts. In: Allgemeines Archiv fĂźr die Geschichtskunde des PreuĂischen Staates. Band 3. Berlin / Posen / Bromberg 1830, S. 130â136 (Volltext)
cite-note-1010. â Stadtgeschichte. Stadt Beeskow, abgerufen am 17. März 2024.
cite-note-gemeinden1994-1111. â Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder).
cite-note-1212. â Landesbetrieb fĂźr Datenverarbeitung und Statistik â Dezernat BevĂślkerung: Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. (PDF; 364 kB) Landkreis Oder-Spree. In: www.statistik-berlin-brandenburg.de. Landesbetrieb fĂźr Datenverarbeitung und Statistik â Dezernat Informationsmanagement, Dezember 2006, abgerufen am 26. März 2024 (S. 14â17).
cite-note-1313. â BevĂślkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
cite-note-1414. â Amt fĂźr Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. BevĂślkerungsentwicklung und BevĂślkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
cite-note-1515. â Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024
cite-note-162. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
cite-note-173. Stadtverwaltung Beeskow: BĂźrgermeister RĂźckblick
cite-note-1818. â Ergebnis der BĂźrgermeisterstichwahl am 8. Oktober 2023
cite-note-1919. â Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
cite-note-dienstleistungsportal-der-landesverwaltung-204. Wappen Stadt Beeskow. Beschreibung. In: service.brandenburg.de. Ministerium der Justiz und fĂźr Digitalisierung â Land Brandenburg, abgerufen am 10. Oktober 2025.
cite-note-2121. â Website des Musik-Museums Burg Beeskow
cite-note-2222. â Sankt Marien zu Beeskow â FĂśrderverein Marienorgel Beeskow e. V. Abgerufen am 17. April 2024.
cite-note-2323. â Franz-Josef Sehr: Entwicklung des Brandschutzes. In: Freiwillige Feuerwehr Obertiefenbach e. V. (Hrsg.): 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Obertiefenbach. Beselich 2005, ISBN 978-3-926262-03-5, S. 116â117.
cite-note-2424. â Musikmuseum startet in Kaufhalle. In: Märkische Onlinezeitung. 21. Mai 2016 (moz.de).
cite-note-2525. â Mae Schwinghammer ist neue:r Burgschreiber:in zu Beeskow. In: burg-beeskow.de. Kultur- und Sportamt des Landkreises Oder-Spree, 6. Januar 2022, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 12. Februar 2022; abgerufen am 12. Februar 2022.
cite-note-2626. â Franziska Hauser wird 30. Burgschreiberin zu Beeskow. In: burg-beeskow.de. Kultur- und Sportamt des Landkreises Oder-Spree, 13. Januar 2023, abgerufen am 5. Juli 2023.
cite-note-2727. â Beschreibung auf Burg-Beeskow.de, Abruf am 5. Jänner 2024
cite-note-2828. â Obdachloser wurde bestohlen und angezĂźndet. In: www.berliner-zeitung.de. Berliner Zeitung, 3. Juli 2004, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 24. September 2015; abgerufen am 21. Januar 2024.
cite-note-3030. â Jugend-Team Beeskow. Projekt der Kultur- und Freizeitarbeit. In: www.stiftung-spi.de. Stiftung-SPI, abgerufen am 29. Mai 2024.
cite-note-stodbbw-3131. â Standortdatenbank der Bundeswehr. In: Standortdatenbank der Bundeswehr. Zentrum fĂźr Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, abgerufen am 5. Dezember 2021.
cite-note-fj001-3232. â Otto Hoffmann. Nachruf von P. Ascherson. In: Verhandlungen des Botanischen Vereins Berlin Brandenburg. Band 51, 1909 (zobodat.at [PDF; 405 kB]).